Berliner Kreis begrüßt Merkel-Rückzug von der Parteispitze

Der konservative Berliner Kreis in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat die Ankündigung von Angela Merkel, im Dezember nicht wieder als Vorsitzende der CDU Deutschlands zu kandidieren, als richtige und notwendige Entscheidung begrüßt. Nach dem gestrigen Wahldebakel für CDU und SPD in Hessen dürfe es kein „Weiter so!“ mehr geben, auch wenn Volker Bouffier erneut eine Landesregierung bilden könne.

Es sei nun wichtig, dass die CDU den Bürgern ein klares Signal gebe, dass man bereit zu einem Neuaufbruch sei. Sylvia Pantel, Sprecherin des Berliner Kreises: „Der jetzt eingeleitete Wechsel an der Parteispitze mit mindestens drei etablierten Kandidaten zeigt, wie hervorragend die personelle Aufstellung der Union immer noch ist!“ Es sei gut für eine Partei, wenn sie nicht immer nur einen Kandidaten oder eine Kandidatin zur Wahl stellt, auf die man sich schon vorher geeinigt habe.

Die CDU müsse den Bundesparteitag im Dezember auch nutzen, um neben personellen Veränderungen deutliche inhaltliche Korrekturen am bisherigen Kurs vorzunehmen.“ Pantel nannte in dem Zusammenhang die Flüchtlingspolitik, die Innere und Äußere Sicherheit, aber auch die Familienpolitik.

Klaus-Peter Willsch, ebenfalls Sprecher des Berliner Kreises, sagte: „Wir haben das, was manche in der Partei für eine „Modernisierung“ halten, zu lange laufen lassen. Das politische Spektrum links der Mitte ist zu dicht besetzt, als dass der Versuch, die Union dort als ‘Grüne light mit C davor‘ zu verorten, erfolgreich sein könnte. Wenn wir die Union als große Volkspartei der bürgerlichen Mitte erhalten wollen, ist jetzt die richtige Zeit, um einen für jeden erkennbaren Neuanfang einzuleiten.“