Berliner Kreis: Neue Vorsitzende muss jetzt zeitnah auf die Hälfte der Partei zugehen, die auf dem Parteitag für Friedrich Merz gestimmt hat

 

Berlin – Die im Berliner Kreis in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zusammengeschlossenen liberal-konservativen Abgeordneten haben die Entscheidung des Bundesparteitages, Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen Vorsitzenden zu wählen, mit Respekt und großer Erwartung aufgenommen. Ihre Ankündigung, Themen wie Migration, doppelte Staatsbürgerschaft und Werbeverbot für Abtreibung (§ 219 a) direkt anzugehen, findet die ausdrückliche Unterstützung der Berliner Kreises.

Die Delegierten des Bundesparteitages haben mit ihrem Stimmverhalten deutlich gemacht, dass sie zukünftig ein stärkeres Gewicht des Teils der Partei wünschen, der sich für eine deutliche Profilierung der Partei ausspricht, mit stärkerer wirtschaftlicher Ausrichtung, hin zur wirklichen Volkspartei.

Der Berliner Kreis verbindet deshalb die Glückwünsche an die neugewählte Vorsitzende mit der Erwartung, dass sie die weiteren Bewerber um den parteivorsitz, Friedrich Merz und Jens Spahn, an der aktiven Mitarbeit bei der Entwicklung der zukünftigen Parteistrategie beteiligen wird. Christean Wagner, Mitbegründer des Berliner Kreises: „Es wäre für die gesamte Union ein Gewinn, wenn die drei herausragenden Politiker Annegret kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn auch in der Zukunft gemeinsam für den Erfolg der CDU und damit für Deutschland arbeiten.“

Immerhin hätte fast die Hälfte der Delegierten des Bundesparteitages den liberal-konservativen Kurs von Friedrich Merz nachdrücklich unterstützt. bei den CDU-Regionalkonferenzen im Vorfeld des Bundesparteitags sei dies noch deutlicher spürbar gewesen.

Unabhängig von den ersten Schritten, die die frischgewählte Vorsitzende in den nächsten Tagen einleiten wird, sei klar: Um die CDU als Volkspartei zu erhalten und wieder echte Wahlerfolge zu erzielen, kommt Annegret Kramp-Karrenbauer nicht umhin, den starken liberal-konservativen Flügel, in die zukünftige Strategie einzubinden. Wagner: „Wir haben als Union 2017 das schlechteste Ergebnis bei einer Bundestagswahl seit 1949 kassiert. Als Volkspartei müssen wir in Zukunft wieder Ergebnisse von über 40 Prozent erzielen.“

Zu den Themen, bei denen die CDU Korrekturen vornehmen muss, gehören ganz vorn die Flüchtlingspolitik, die Innere und Äußere Sicherheit sowie wirkliche Entlastungen für den Mittelstand in Deutschland.

Der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch, einer der Sprecher des Berliner Kreises, sagt: „Mit ihrem freiwilligen Rückzug nach unseren drastischen Stimmverlusten in Hessen hat Angela Merkel unserer Partei einen letzten guten Dienst erwiesen.“ Auch Willsch appelliere an die neue Bundesvorsitzende, auf die knappe Hälfte der Partei aktiv zuzugehen: „Wir müssen in unserer ganzen Breite als Volkspartei deutlicher sichtbar sein.“